"WIEDER ZU LERNEN, KLAPPT AUCH IM ALTER!"

Ich pflege, weil… ich gerne unter Menschen bin und alte Menschen unterstütze.

Gertrude Pernkopf aus Vorderstoder war im Gastgewerbe tätig. Während der Kinder jobbte sie als Reinigungskraft im Altenheim, wo sie den ArbeitskollegInnen im Pflegebereich ein Stück über die Schulter schauen konnte. Dieser Beruf begeisterte sie!

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf in der Altenarbeit gekommen und wie lange üben Sie diesen jetzt aus?

Ich bin sozusagen eine Spätberufene! Meine Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin mit Schwerpunkt Altenarbeit habe ich vor etwa einem Jahr im Mai 2020 abgeschlossen und bin seitdem im Bezirksalten- und Pflegeheim Windischgarsten tätig.

Als „Spätberufene“, wie Sie es nennen – welche Erfahrungen haben Sie mit dem wieder zur Schule gehen gemacht?

Viele glauben, im Alter zur Schule zu gehen und wieder zu lernen, das kann nichts werden. Aber das stimmt überhaupt nicht, wie ich jetzt aus eigener Erfahrung sagen kann! Wenn man etwas wirklich will, schafft man das – auch im Alter! In meiner Ausbildungszeit habe ich viel fürs Leben dazu gelernt und ich höre auch bei meiner Tätigkeit als Fachsozialbetreuerin Altenarbeit nicht damit auf.

In welchem Berufsfeld haben Sie davor gearbeitet und warum sind Sie gewechselt?

Bevor ich Mama wurde, habe ich im Gastgewerbe gearbeitet. Zwischen den Kindern habe ich dann als Reinigungskraft im Alten- und Pflegeheim gejobbt. Hier durfte ich miterleben, wie der Heimalltag aussieht und wie die alten und pflegebedürftigen Menschen würdevoll an ihrem Lebensabend unterstützt und begleitet werden.

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf Freude und Spaß?

Allgemein die abwechslungsreiche Tätigkeit im Pflegebereich! Spaß macht mir auch die Zusammenarbeit und Teamarbeit mit meinen ArbeitskollegInnen aus den verschiedenen Berufsgruppen.

Was gefällt Ihnen speziell an der Arbeit mit den HeimbewohnerInnen?

Sie geben einem so viel an Dankbarkeit zurück, etwa durch ein einfaches Lächeln oder strahlende Augen, sie sind so froh über Unterstützung, das ist für mich persönlich immer wieder ein sehr schönes Erlebnis. Besonders gerne mag ich es, mich mit den BewohnerInnen zu unterhalten und ihren Geschichten von früher zu lauschen.

Welche Fähigkeiten und Talente sollten Pflegekräfte generell mitbringen?

Auf jeden Fall eine soziale Ader und man sollte Menschen so akzeptieren können, wie sie sind. Man sollte gerne im Team arbeiten und flexible Arbeitszeiten mögen.

Warum empfehlen Sie Ihren Beruf anderen weiter?

Weil man so viel an Dankbarkeit von den alten Menschen retour bekommt. Mein Motto lautet: Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, gib ihm deins! Die Arbeit ist außerdem sehr abwechslungsreich.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Freude weiterhin an Ihrem Job!

Sinnstifter News

Ganzheitliche Begleitung alter Menschen

Ganzheitliche Begleitung alter Menschen

Die Welserin Manuela Althuber ist bald 20 Jahre in der Altenarbeit tätig. Im Bezirksseniorenhaus Engerwitzdorf ist sie in ihrem Traumberuf angekommen - und arbeitet als dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Jetzt informieren
Von Gemeinschaft begeistert

Von Gemeinschaft begeistert

Um etwas nur für sich selbst zu machen, entschied sich Gertraud Lindlbauer vor fünf Jahren zur Heimhilfe-Ausbildung. Im Altenheim ist sie sehr schnell Teil der Gemeinschaft geworden.

Jetzt informieren
Frau Pernkopf ermutigt zum Lernen

Frau Pernkopf ermutigt zum Lernen

Dass man die Schulbank auch im Alter drücken und erfolgreich lernen kann, bestätigt Gertrude Pernkopf vom Bezirksalten- und Pflegeheim Windischgarsten.

Jetzt informieren
Neues Sinnstifter-Video

Neues Sinnstifter-Video

Wir freuen uns, euch an dieser Stelle das neue Sinnstifter-Video präsentieren zu dürfen. Und sind gespannt, ob es euch so gut gefällt wie uns!

Jetzt informieren